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„Loftwohnungen fürs Tabakquartier: Erster B-Plan für Vorderes Woltmershausen“

Aktueller Planungsstand des Masterplans für das TABAKQUARTIER

21.01.2021 – WESER-KURIER: Wie könnten die ersten Wohnungen auf dem Gelände der ehemaligen Zigarettenfabrik Martin Brinkmann aussehen? Wir geben Antworten auf die wichtigsten Fragen zum ersten Bebauungsplan für das Tabakquartier.

Jetzt wird konkret sichtbar, wie die Projektentwicklungsgesellschaft Justus Grosse als Bauherrin Wohnen im Tabakquartier umsetzen möchte. Während einer Online-Einwohnerversammlung am Dienstagabend hatten zunächst Fachleute aus der Baubehörde sowie vom beauftragten Planungsbüro BPW den Entwurf für einen allerersten Bebauungsplan (B-Plan) für einen Teilbereich des Tabakquartiers vorgestellt. Wir klären die wichtigsten Fragen:

Für welches Areal wird der B-Plan gelten?

Gemeint ist das Areal, auf dem die drei ausgedienten Tabakspeicher (oben rechts in Visualisierung) stehen, die laut Masterplan als ortsbildprägende Gebäude erhalten bleiben sollen. Der erste Backsteinbau an der Senator-Apelt-Straße hat als erster bereits mit Bürolofts ein neues Innenleben bekommen und wird Ende Februar komplett bezogen sein. Zusätzlich geht es um die drei angrenzenden Lagerhallen.

„Wir wollen schnell absichern, dass sich in den Hallen kein störendes Gewerbe ansiedelt, das später das Wohnen in den Tabakspeichern stört – so wie es nach aktuellem Baurecht noch möglich wäre“, erklärte Axel König aus der Baubehörde. In einem weiteren Schritt werde dann auch für die Hallen ein neuer Bebauungsplan erarbeitet, der das Wohnen auch an dieser Stelle erlauben werde, stellte er in Aussicht.

Was sind die Kernpunkte des B-Plans?

Das wirklich Neue ist das künftige Baurecht für Wohnraum im Tabakquartier, das es im vorherigen Gewerbegebiet so noch nicht gab. Zunächst gilt das für die beiden nördlich gelegenen Tabakspeicher, die weiter von der A 281 entfernt und daher ruhig genug gelegen sind. Außerdem ist der Ausschluss von störendem Gewerbe in der Nachbarschaft zentrales Anliegen des neuen B-Plans. Drittes Ziel ist der Erhalt der alten Baumreihen entlang des Grundstücks sowie der Ausbau des längs verlaufenden Grünzugs zu einem „Quartierspark“, der die Tabakspeicher mit der ehemaligen Zigarettenfabrik (vorne in Visualisierung) verbindet.

Was sagen die Investoren dazu?

Auf die Premiere im Baurecht für das Tabakquartier, endlich Wohnungen bauen zu dürfen, habe man bereits gewartet, sagt Clemens Paul, geschäftsführender Gesellschafter bei Justus Grosse. „Wir haben schon sehr viele Anfragen von Interessenten erhalten, die dort Wohnen möchten“, so Paul. Wohnen im Tabakquartier könnte Ende des Jahres 2022 Wirklichkeit werden, so hofft er.

Was planen die Investoren auf dem Areal?

220 Eigentumswohnungen wollen die Projektentwickler in dem „Speicherloft“ genannten Tabakspeicher (dritter Speicher von oben in Visualisierung) auf dem ehemaligen Gelände der Zigarettenfabrik Martin Brinkmann einbauen. Der mittlere Speicher soll bis zum Sommer 2022 zu Bürolofts umgebaut werden, die aber später auch zum Wohnen umgenutzt werden können.

Die ersten Wohnungen sollen mit dem Projekt „Speicherlofts" in einem der drei alten Tabakspeicher entstehen

Wie reagiert die Stadtteilpolitik?

Die Woltmershauser Beiratssprecherin Edith Wangenheim begrüßte das Vorhaben im Stadtteil. Allgemein genieße die Idee hohe Akzeptanz im Stadtteil, das zum Teil verlassene Industrie- und Gewerbeareal im Vorderen Woltmershausen zu einem lebendigen Wohn- und Arbeitsquartier umzuwandeln, machte auch Ortsamtsleiterin Annemarie Czichon deutlich.

Gibt es auch Kritik an den Plänen?

Sowohl Wangenheim als auch weitere Beiratsmitglieder und Bürger drängten darauf, die bestehenden Verkehrsprobleme im Umfeld des Tabakquartiers ernst zu nehmen. Zentrale Forderungen waren der im Masterplan vorgesehene Tunnel für Rad- und Fußverkehr sowie Busse sowie Verbesserungen an den Zugängen zum Stadtteil.

Was passiert sonst noch im Tabakquartier?

Die Bauarbeiten auf Basis des bestehenden Baurechts für Gewerbe sind bereits in vollem Gange. Der Umbau der Zigarettenfabrik zu modernen Gewerbeeinheiten geht bereits in den dritten Bauabschnitt, das erste Mobilitätshaus mit Parkmöglichkeiten für Autos, Fahrräder und Carsharing-Fahrzeuge ist so gut wie fertig, die Kita im Fabrikgebäude wird im April und das „Unique“-Hotel im August 2021 fertig sein.

Was sind die nächsten Schritte der Stadt?

Für das gesamte städtebauliche Entwicklungsgebiet „Vorderes Woltmershausen“, zu dem auch das Betriebsgelände der SWB zählt, wird es in Zukunft noch weitere Bebauungspläne geben. Justus Grosse will insgesamt 1500 Wohnungen auf seinem Grundstück realisieren. Für das gesamte Entwicklungsgebiet rechnet die Stadt mit etwa 2500 neuen Wohnungen. 30 Prozent davon sollen auch für ärmere Menschen erschwinglich sein.

(Quelle: https://www.weser-kurier.de/bremen/stadtteile/stadtteile-bremen-sued_artikel,-loftwohnungen-fuers-tabakquartier-_arid,1954979.html)

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